Tiergerechte Haltung

Pferde

Pferde verfügen über eine hohes Maß an Individualität. Was für das eine Pferd gut ist, und ihm gefällt, kann dem anderen ein Graus sein. Deshalb ist es immens wichtig, sich mit jedem Pferd (wenn man mehrere hält) ganz intensiv und persönlich zu beschäftigen. Vor allem was die Ernährung betrifft, gibt es zwischen den einzelnen Pferden enorme Unterschiede. Ein auf das einzelne Pferd zugeschnittener Ernährungsplan ist unerlässlich für eine prachtvolle Entwicklung des Tieres.

 

Natürlich muss bei der Pferdehaltung viel Platz eingeplant werden. Nicht nur die Bestallung, sondern auch genügend Platz an der frischen Luft sind essentielle Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung.

 

Pferde sind äußerst intelligente und feinfühlige Wesen, welche eine intensive und zeitaufwendige Betreuung verlangen.

 

Auch hier empfehlen wir das Hinzuziehen von Fachliteratur.


Esel

Der Halter muss die besonderen Bedürfnisse von Eseln berücksichtigen. Vor der Anschaffung sollte er sich die nötige Sachkunde für die Ernährung und Pflege der Tiere aneignen. Zu beachten ist die Tatsache, dass Esel nicht selten bis zu 40 Jahre alt werden. Die angehenden Halter müssen sich über diese Zeitspannen im Klaren sein.

 

Esel müssen täglich gründlich kontrolliert werden! Dabei muss sich der Betreuer über die Verfassung jedes einzelnen Tieres informieren. Die Überprüfung des Gesundheitszustands (Fressverhalten, Haarkleid, Bewegungsapparat) ist absolute Pflicht. Besondere Umstände wie beispielsweise anstehende Geburten, Krankheit oder Wetterextreme bedingen eine intensivere Betreuung.

 

Wichtig ist die ständige Betreuung der Tiere. Esel neigen bei mangelnder Beschäftigung rasch dazu, sich zu langweilen. Die häufige Beschäftigung mit dem Esel ist für dessen Ausgeglichenheit und für den Sozialkontakt mit dem Menschen unerlässlich. Esel müssen an die nötigen Handgriffe bei Pflege und Kontrolle gewöhnt sein, um Unbehagen bei den Tieren zu vermeiden.


Schafe & Ziegen (Nutztiere)

Bei der Nutztierhaltung ist es äußerst wichtig, die Körperreaktionen und das Verhalten der Tiere im Auge zu halten. Dies sind die wichtigsten Anzeichen für Wohlbefinden oder Unbehagen bei Schafen und Ziegen.

 

Nutztierverhalten und die richtige Reaktion

 

Bei Hitze und Sonne suchen die Tiere Orte mit Schatten und erhöhter Luftbewegung auf. Sie befeuchten ihren Körper (belecken, suhlen), fressen weniger und trinken mehr.

 

Bei großer Hitze muss sauberes Wasser dauernd zur Verfügung stehen. Sehr wichtig ist auch das Vorhandensein von genügend schattenspendenden Stellen, um Hyperthermie zu verhindern.

 

Bei Kälte, Wind und Nässe suchen die Tiere windgeschützte und trockene Orte auf, sie vermeiden das Liegen auf nassem Boden, drängen sich zusammen, fressen mehr und bewegen sich weniger.

 

Bei Kälte muss der erhöhte Futterbedarf berücksichtigt werden. Auch im Winter brauchen die Tiere grundsätzlich täglich Zugang zu Wasser (Vorsicht Frostgefahr!). Ebenfalls brauchen die Tiere einen trockenen Liegeplatz, sonst können Erschöpfungszustände auftreten. Die Tiere müssen Wind und Nässe aus dem Weg gehen können, damit sie nicht bis auf die Haut auskühlen und durchnässen.